Bewegung schafft Zufriedenheit und Lebensqualität

Eltern und Kind-Turnen zählt zu den beliebtesten Angeboten von Sportvereinen. Es ist ein Stück Familienleben und gleichzeitig eine Möglichkeit für die Kinder, sich psychomotorisch weiterzuentwickeln. Vielleicht hat es ja auch der eine oder andere Elternteil ein wenig nötig, sich etwas zu bewegen. Der Kampf gegen den Bauchansatz wird mit zunehmendem Alter bekanntlich immer schwieriger.


Kinder in jedem Alter besitzen einen ausgeprägten Bewegungsdrang, den sie am liebsten spielerisch und in Konkurrenz ausleben. Wettrennen gegen die Eltern, mit oder ohne Hindernisse, Geschicklichkeitsspiele mit Bällen, Staffelstäben, Fähnchen, Ringen oder was auch immer: Kinder sind stets mit Begeisterung dabei. Das kann eine Nachahmung des Torwandschießens aus dem ZDF-Sportstudio sein, das Zählen von erfolgreichen Korbversuchen nach Basketballart, Staffelläufe, bei denen ein Gerät von einer Stelle zur anderen zu transportieren ist oder das Rollen von großen und kleinen Gymnastikbällen im Wettkampf mit Vater oder Mutter. Was Kinder nicht mögen, sind die normierten Sportarten, die nach genauen Regeln ablaufen müssen - so, wie bei den Profis. Altersgerechte Varianten sind da stets willkommen, zum Beispiel Handball ohne die Drei-Schritt-Regel.


Von zentraler Bedeutung für die sportliche Entwicklung der Kinder sind Mehrfachanforderungen, also die Verbindung von Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit. Ideal dafür sind Gleichgewichtsübungen jeglicher Art. Das fängt mit dem Balancieren über die Schmalseite einer umgedrehten Gymnastikbank an. Es geht weiter über das einbeinige Hüpfen oder Kriechen auf allen Vieren durch einen Hindernisparcours bis hin zum Gang über das Schlappseil. Einfache Jonglierübungen mit zunächst nur zwei Bällen oder Keulen sind etwas, was Kinder fasziniert. In ihrer Spielfreude können sie es manchmal sogar besser als die erwachsenen Eltern. 


Kinder lernen dabei vor allem eines: Leistung macht Spaß. Sport treiben erzeugt ein positives Gefühl, gute Laune und eine angenehme Stimmung zwischen den Familienangehörigen. Wichtig dabei ist natürlich, dass sich die Erwachsenen als "gute Verlierer" zeigen und den Kindern damit sportliche Fairness demonstrieren. Wertvorstellungen, die im Sport erworben werden, lassen sich auch auf andere Lebensbereiche übertragen. Im Kindesalter sollte der Nachwuchs möglichst viele unterschiedliche Disziplinen kennenlernen. Wenn die Botschaft ankommt, wird er eine - oder mehrere, wechselnde - sein Leben lang betreiben und damit seine Lebensqualität erhöhen.
Übrigens: Großeltern und Enkel-Turnen ist ebenfalls stark im Kommen.